Meine Kartoffeln,
werden von Bauern angebaut, die Ihre Produktion nur auf Qualität und nicht auf Masse ausgerichtet haben. Dabei gehe ich inovativ vor und lassen jedes Jahr auch neue Sorten von den Landwirten prodozieren. Hier kann man dann genau beobachten welche Sorten sich dann langfristig in der Produktion und im Verkauf lohnen. Denn nicht jede Sorte die sich in der Produktion lohnt wird vom Käufer auch angenommen.
Warum züchtet man Kartoffeln
Mit der eigentlichen Kartoffelzucht wie wir sie heute kennen ist man in Deutschland um 1900 angefangen. 1860 erkannte der Augustinermönch Gregor Mendel die Mändelschen Regeln die er mit kreuzungsversuchen an Erbsen bestätigte. Erst um 1900 erkannte man den waren Wert der Entdeckung und die Möglichkeit auch andere Pflanzen zu kreuzen. Die Kartoffelzucht wie wir sie heute kennen begann. Zuerst wurden die Kartoffel nur aus dem Grund gezüchtet weil man den Mengenmäßigen Ertrag erhöhen wollte. Da Anfang des 1900 Jahrhunderts noch Hunger in Deutschland herrschte, wollte man durch höhere Erntemengen den Hunger besiegen. Wie man heute weiß hat das ja auch gut funktioniert. Vor 1900 erntete ein Landwirt etwa das doppelte an Kartoffeln wie er gepflanzt hat. Heute erntet ein Landwirt 10- 15 fache von dem was er gepflanzt hat.
Muss man Kartoffel düngen?
Je nach bedarf muss jede Pflanze gedüngt werden. Bei Kartoffeln empfiehlt es sich vor dem Anbau, von dem Acker eine genaue Bodenanalyse durchzuführen. Hier kann in einem Labor der genaue Bedarf an Düngestoff festgestellt werden. Dabei ist es egal ob die Fläche Biologisch oder für den nicht Biologischen Anbau genutzt werden soll. Denn ohne düngen funktioniert auch im Bio-Anbau nichts. Ebenfalls sollte man keine großen mengen an organische Düngemittel einsetzten wie zum Beispiel Substrate aus Biogasanlagen oder aus dem Anbau von nachwachsenden Rohstoffen auch bei Stalldüng sollte nur ein gut abgelagerter Düng verwendet werden. Das hat den einfachen Grund um Kartoffelkrankheiten wie z.B. Rhizoctonia (Pilzbefall) zu vermeiden. Ich bevorzuge aber generell eine Mineraldüngung bei Kartoffeln, hier lassen sich die einzelnen Düngerbestandteile besser dosieren. So bekommt die Kartoffel nur die Menge wie sie tatsächlich braucht. Da organischer Dünger länger braucht um sich umzusetzen kann man während des Wachstums nichts mehr hinzufügen. Man muss also schon im Frühjahr wissen wie die Witterung für das ganze Jahr ist. Da das nicht möglich ist halte ich das düngen mit Mineraldünger für viel Umweltfreundlicher und man überdüngt die Kartoffel nicht, weil man ja während der Weiterentwicklung der Knolle etwas nachdüngen kann.
Werden Kartoffel gespritzt?
Ja um Kartoffel gesund zu erhalten muss man die Felder regelmäßig spritzen. Wie viele Nachtschattengewächse bekommen auch Kartoffeln Phytophthora, ist eine Art Eipilze. Gegen diese Erkrankung kann man nur durch vorbeugende Pflanzenschutzmaßnahmen die Speisekartoffeln oder Industriekartoffeln schützen. Schützt man die Knollen nicht gegen den Pilz werden die Knollen mit der Braunfäule befallen. Entweder faulen die Knollen schon in der Erde oder nachher im Lager. Um das zu vermeiden baut man während des Wachstums der Knollen einen systemischen Schutz auf. Es gibt zwar erste Versuche Kartoffeln zu züchten die gegen die Phytophthora resistent sind. Hier gibt es auch durchaus für die Zukunft vielversprechende Ansätze, in der Kartoffelzucht aber leider noch keine Kartoffelsorte die dementsprechend resistent ist. Wenn die Flächen also nicht gepflegt werden passiert uns das was Mitte im 18 Jahrhundert in Irland zur Hungersnot geführt hat. In Irland sind damals die Kartoffel das Hauptgrundnahrungsmittel gewesen und durch die Fäule sind fast alle Kartoffel verfault.
Wie lagert man Kartoffeln nach dem Kauf am besten?
Damit die Kartoffeln nach dem kauf nicht verderben sollten sie immer kühl und dunkel gelagert werden. Kühl und luftig damit die Knollen nicht austrocknen und genug atmen können. Denn Kartoffeln sind nicht tot nur weil sie geerntet worden sind. Sie benötigen Luft um weiter atmen zu können. Das atmen der Kartoffel verringert den Verderb des Produkts und erhält bis zur Verarbeitung in Ihrer Küche die Qualität. Die Speisekartoffeln sind unbedingt vor Licht zu schützen, da sie sonst einen Giftstoff namens Solanin ansetzen. Solanin gilt als ein Krebserregender Giftstoff. Achten sie beim Einkauf darauf das keine zusätzlichen Lichtquellen wie in vielen Supermärkten über den Kartoffeln angebracht sind. Kaufen sie möglichst nur ungewaschene Speisekartoffeln da Erde auch ein Schutz für die Kartoffel gegen Licht ist. Zusätzlich entstehen durch das waschen der Knollen kleine Verletzungen an der Schale die dafür sorgen das Fäulniserreger eintreten können und den Verderb der Kartoffel fördern. Die Fäulniserreger können dabei in Ihrem Lager auch andere Obst und Gemüse befallen.